Servitization, oder wie man Produkte mit Dienstleistungen veredelt

Unternehmen ergänzen ihre Produkte mehr und mehr mit spezifischen Serviceleistungen. Ein Kosten-, Qualitäts- oder Technologievorsprung beim Produkt allein genügt nicht mehr – ausschlaggebend sind die differenzierenden Services. Das Konzept der modularen Zusammensetzung von Produkt und Dienstleistung – neudeutsch: Servitization – verändert die Geschäftsmodelle insbesondere produzierender Unternehmen grundlegend. Die Digitalisierung beschleunigt diese Entwicklung.

Ein hochwertiges Produkt ist oftmals nur noch die Eintrittskarte zu einem Markt. Wie Marktentwicklungen zeigen, legen Kunden immer mehr Wert auf eine enge Beziehung zu ihren Lieferanten und wünschen ein umfassendes Zusatzangebot. Der Schlüssel zu einer erfolgreichen Beziehung liegt in der kundenorientierten Kombination von Produkt, Dienstleistung, Support, Self-Service und Know-how, die dem Kunden einen klaren Mehrwert gegenüber dem reinen Produkt bietet.

Was ist daran neu? Nur das Naheliegendste: der direkte Einbezug des Kunden in die Entwicklung. Kundenbedürfnisse und ‑erwartungen fliessen so bereits bei der Ideenfindung mit ein, um die richtige Kombination von Produkt und Dienstleistung zu finden. Voraussetzung dafür ist ein tiefes Verständnis des Geschäfts und der Sprache des Kunden. Mitarbeitende, die in regelmässigem Kontakt zum Kunden stehen, können hier wertvolle Übersetzungsarbeit leisten.

Den Kunden frühzeitig in Innovationsprojekte einzubinden, steigert die Akzeptanz der Lösung. Gleichzeitig sinkt die Gefahr, dass Dienstleistungen am Markt vorbei entwickelt werden. Dies bringt entscheidende Wettbewerbsvorteile: Markant reduzierte Time-to-Market, höhere Erfolgswahrscheinlichkeit und geringere Kosten.

Ein Beispiel für Servitization ist die Dienstleistung „myStep“ der CSS Versicherung: Sie animiert dank elektronischen Schrittzählern zu mehr Bewegung und fördert so die Freude an der Gesundheit. Die Synchronisation zwischen Schrittzähler und dem CSS Portal respektive der App erfolgt automatisch im Hintergrund. So entsteht eine Win-win-Situation: Der Kunde profitiert täglich von einer Schrittentschädigung – die CSS Versicherung senkt potentiell ihre Schadenkosten und positioniert sich gleichzeitig als gesundheitsorientierter Anbieter.

 

La Bella Consulting sieht Veränderungen als Chance und unterstützt Kunden methodisch in der Gestaltung von innovativen Produkten und Services. Das umsetzungsstarke und innovative Beraterteam legt Wert auf eine intensive Zusammenarbeit mit ihren Kunden. Das Ergebnis sind nachhaltige Lösungen mit denen sie ihrer Zukunft einen Schritt voraus sind.

31. März 2018 / Jan Soland